Herzlich willkommen, Tschechoslowakische Wolfhunde ...

Unter Zucht versteht man im Allgemeinen das Aufziehen von Tieren oder Pflanzen, besonders mit dem Ziel, durch Auswahl, Kreuzung, Paarung bestimmter Vertreter von Arten oder Rassen mit Vertretern, die andere, besondere, erwünschte Eigenschaften und Merkamle haben, eine Verbesserung zu erreichen.1

Es handelt sich also um eine kontrollierte Fortpflanzung mit dem Ziel der genetischen Veränderung. Durch gezielte Verpaarungen wird versucht, gewünschte Merkmale beizubehalten und unerwünschte Merkmale abzustellen.
Unter Berücksichtigung der Grundsätze der Genetik wird bezogen auf die Hundezucht angestrebt bzw. sollte angestrebt werden, gesündere, schönere oder für bestimmte Zwecke besser geeignete Hunde hervorzubringen.

Oder man ist einfach bemüht, gesunde Tiere in die Welt zu setzen und die jeweiligen Rassestandards zu erhalten.

1 Quelle: duden.de

An dieser Stelle möchte ich ihnen kurz schildern, auf welchem Wege wir zur Zucht der tschechoslowakischen Wolfhunde gekommen sind.
Nachdem wir beide, Beate und ich schon einigen Hunden ein Zuhause geboten hatten, zog im Januar 2012 endlich unsere tschechoslowakische Wolfhündin Gwynifer Outlaws Heaven bei uns ein.
Die Rasse der tschechoslowakischen Wolfhunde hatte mich schon lange interessiert, sogar fasziniert. Natürlich haben wir uns zuvor intensiv über die Rasse informiert und auch Züchter der Rasse besucht um die Hunde kennenzulernen. Je mehr ich über die Rasse erfuhr, um so begeisterter war ich. Das war bei Beate leider zunächst nicht so. Je mehr sie im Internet über die Rasse las, desto skeptischer wurde sie, der Rasse gerecht werden zu können. Geschuldet war diese Skepsis den zahllosen negativen Darstellungen der Rasse im Internet und einigen weiteren Medien. Allen Bedenken zum Trotze entschieden wir uns dann, nach weiteren Züchterbesuchen, für einen tschechoslowakischen Wolfhund und bekamen so endlich unsere Gwynifer.

Nachdem unser neues Familienmitglied dann endlich bei uns war, entpuppte sie sich schnell als sehr rassetypischer Welpe, insbesondere in Bezug auf ihre Scheuheit und Vorsicht Neuem und Fremdem gegenüber. Wir bemühten uns intensiv ihr Vertrauen zu gewinnen und ihr Sicherheit zu geben. Wir setzten alles daran ihr ein möglichst breit gefächertes Feld an Erfahrungen zu bieten und so ihren Horizont täglich zu erweitern. Diese weitere Sozialisierung war Stück für Stück von Erfolg gekrönt. Man konnte deutlich ihre Entwicklung beobachten. Aus dem so zurückhaltenden Welpen entwickelte sich eine tolle, selbstsichere und lebensfrohe Wolfhündin ohne ihre rassetypischen Merkmale einzubüßen. Eine absolut treue Seele von Hund wie man sie sich nur wünschen kann.

Jetzt, da unsere Gwynifer knapp über ein Jahr alt war, sind selbst bei Beate die letzten Zweifel an der Rasse verflogen und gehören der Vergangenheit an. Für uns beide, so beschlossen wir, käme keine andere Rasse mehr in Frage. Aus Begeisterung für unsere Hündin und unserer Überzeugung heraus entschieden wir zu diesem Zeitpunkt zum Erhalt und zum Wohle der Rasse in die Hobbyzucht einzusteigen.

Natürlich haben auch wir uns Gedanken darüber gemacht, was wir mit unserer Zucht erreichen wollen. In erster Linie sind das natürlich gesunde tschechoslowakische Wolfhunde. Abgesehen von diesem obersten Gebot bemühen wir uns optisch ansprechende, wobei Geschmäcker ja bekanntlicher Weise verschieden sind, und wesensfeste Tiere hervorzubringen. Dabei lassen wir nicht außer Acht, dass es bei unserer Zucht nicht nur um das einzelne Tier sondern auch um den Fortbestand der Rasse gehen soll. Aus diesem Grunde sind wir bemüht gesundheitlich, optisch und vom Wesen her passende Hunde zu verpaaren, ohne dabei den Genpool der Rasse unnötig negativ zu beeinträchtigen.

Selbstverständlich züchten wir nach den Richtlinien des VDH und mit der entsprechenden Zuchtzulassung. Zur Verwirklichung unserer Zuchtziele unterziehen wir unsere Zuchthündinnen allen erforderlichen Gesundheitsuntersuchungen. Dazu gehören Untersuchungen hinsichtlich degenerativer Myelopathie (DM) und des hypophysären Zwergwuchses (DW / Dwarfism). Weiterhin werden unsere Hündinnen hinsichtlich Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) untersucht. Weiterhin müssen unsere Hündinnen bei jedem Deckakt über eine gültige Untersuchung auf erblich bedingte Augenerkrankungen verfügen. Durch diese Maßnahmen versuchen wir die Gefahr genetisch bedingter Erkrankungen bei unseren Welpen auf ein Minimum zu begrenzen. Natürlich erwarten wir entsprechende Untersuchungen auch bei den von uns gewählten Deckrüden.

Während wir nun aufmerksam die Trächtigkeit unserer Hündin beobachten, richten wir das Wurfzimmer, welches unmittelbar Anschluß zur Wohnung hat, her. Hier bekommt unsere Hündin, wenn es dann endlich so weit ist, ihren Nachwuchs. Bei der Geburt der Welpen sind wir natürlich bei unserer Hündin und unterstützen sie bei der Entbindung. Hierbei nehmen wir die Welpen in Empfang, reichen sie dem Muttertier und helfen beim vollständigen Befreien aus der Fruchtblase, ggf. dem Durchtrennen der Nabelschnur und dem Putzen der Neugeborenen. Nachdem alle Welpen zur Welt gebracht wurden, achten wir darauf, dass alle ihre erste Mahlzeit von der Mutter genießen können. Wenn alle gesättigt sind, unterstützen wir die Mutter bei der Körperpflege und der Reinigung der Wurfkiste, die von nun an für einige Zeit ihr, und natürlich auch der Aufenthaltsort der Welpen sein wird.

Von jetzt an beobachten wir genauestens wie die Welpen heranwachsen. Dazu gehört auch die tägliche Überprüfung des Gewichts, um nötigenfalls Sorge dafür tragen zu können, dass auch alle genug bekommen. Notfalls wird hier und da nachgeholfen und der ein oder andere Welpe beim Muttertier angelegt. Wir sind bemüht für eine ausreichende Versorgung der Welpen durch Muttermilch zu sorgen, um den Grundstein für ein intaktes und kräftiges Immunsystem zu legen. Natürlich achten wir auf Grund der starken Belastung für die Mutter auch darauf, dass sie mit ausreichend gutem, nahrhaftem Futter und frischem Wasser versorgt ist. Abgesehen von der Ernährung sind wir bemüht den Welpen von Anfang an viele Kuschel- und Streicheleinheiten zukommen zu lassen, um ihnen schon sehr frühzeitg ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.
Sobald die Mutter sich dann bald hier und da mal mehr von den Welpen entfernt, ist das auch für uns das Signal, den Lebensraum der Welpen zu erweitern. Die Wurfbox wird um ein Gehege erweitert, in dem die Welpen nun schon recht munter herumkrabbeln.

Jetzt dauert es nicht mehr lange und die kleinen öffnen ihre Augen. Sobald die Sehkraft sich immer weiter entwickelt, werden die kleinen immer neugieriger und sie erkunden ihr Umfeld welches wir langsam immer mehr erweitern. Schon bald belagerns sie einen Großteil unserer Küche.
Neben den unzähligen optischen Eindrücken die auf die Welpen einwirken, bemühen wir uns ihnen auch akkustisch nach und nach die Welt näher zu bringen. Um die Welpen für ihr zukünfiges Leben vorzubereiten, versuchen wir sie mit allen möglichen Geräuschen des täglichen Lebens zu konfrontieren und ihnen möglichst jegliche Angst und Scheu davor zu nehmen. Der Staubsauger, der Föhn, der Regenschirm und möglicht alle anderen Geräusche des Alltags sollen ihnen geläufig sein, wenn sie uns einmal verlassen und zu ihren neuen Besitzern wechseln. Dieses Ziel werden wir wohl nicht zu 100 % erreichen können, da die Vielfalt der möglichen Geräuschkulissen einfach zu umfangreich ist. Dennoch streben wir eine bestmögliche Sozialisierung an.
Sobald sich die Welpen weit genug entwickelt haben, und das Wetter mitspielt, lernen sie dann unter den wachsamen Augen ihrer Mutter die Außenwelt mit all ihren Reizen kennen. Bei zunächst kurzen Ausflügen die in ihrer Dauer stetig gesteigert werden gibts nun wieder endlos viel Neues zu sehen, zu hören und zu riechen. All diese Eindrücke werden die Kleinen für ihr weiteres Leben prägen.
Natürlich versuchen wir dem Nachwuchs nicht nur diese Erfahrungen zu vermitteln, sondern auch, ihnen möglichst viel Kontakt mit Menschen zu bieten. Familie, Freunde und natürlich auch Welpeninteressenten sind uns herzlichst willkommen, um die Welpen zu knuddeln und mit ihnen zu spielen. Auf diese Weise beabsichtigen wir schon frühzeitig den Grundstein für offene und dem Menschen freundlich gesonnene Hunde zu legen.
In der nächsten Stufe werden die Welpen weiter vorbereitet. Wieder wird ihr Horizont erweitert. Jetzt gilt es ihnen die Welt außerhalb des eigenen Grundstücks näher zu bringen und ihnen das Laufen an der Leine beizubringen. All die bis jetzt gesammelten Erfahrungen werden durch ständiges Wiederholen gefestigt bis der Tag des Abschieds naht.

Bevor die Abgabe an die neuen Besitzer erfolgt, sind alle Welpen selbstverständlich gechipt, geimpft und entwurmt. Außerdem ist die Wurfabnahme durch den Zuchtwart des VDH erfolgt, wobei die Welpen und die Mutterhündin auf ihren Zustand hin überprüft werden. Nach der Abgabe der Welpen, inclusive aller erforderlichen Formalitäten, werden die Untelagen von uns unverzüglich, zwecks Ausstellung der Papiere, beim VDH eingereicht. Die fertigen Ahnentafeln stellen wir den neuen Besitzern dann umgehend zu.

Erwartungen an zukünftige Besitzer eines tschechoslowakischen Wolfhunde-Welpen?

Ja haben wir!!!

Unser Ziel ist es unsere Welpen in gute Hände zu vermitteln und ihnen so ein gutes, glückliches und sicheres Hundeleben auf Dauer, also für ein ganzes Hundeleben zu ermöglichen.

Was muss also ein Welpeninteressent mitbringen?

Wie oben bereits gesagt, ist ein persönliches Kennenlernen eine zwingende Voraussetzung um einen Welpen aus unserer Zucht zu bekommen. Bei diesem Kennenlernen, sollte der Interessent schon in der Lage sein, uns davon zu überzeugen, sich mit dem Thema tschechoslowakische Wolfhunde auseinander gesetzt zu haben. Hierzu wäre es durchaus von Vorteil, die rassetypischen Merkmale des TWH zu kennen.

Wir führen keine Checkliste mit Merkmalen die ein zukünftiger Welpenbesitzer zu erfüllen hat. Das Gesamtbild muss stimmen. Der Interessent sollte darlegen können, wie das künftige Leben mit dem neuen Familienmitglied geplant ist. Unabhängig von Eigenheim, Mietwohnung, vorhandenen Kindern oder anderen Haustieren und Berufstätigkeit sollten die neuen Hundebesitzer finanziell, physisch und psychisch in der Lage sein, dem Hund ein gutes Leben bieten zu können. Dazu gehört in jedem Fall körperliche und geistige Auslastung, eine Haltung mit Familienanschluß und ausreichend Gesellschaft. Auch im Krankheitsfall sollte eine gute Versorgung des neuen Partners gewährleistet sein.

Ziel des neuen Welpenbesitzers sollte es selbstverständlich sein, dem Tier ein gutes Leben, und zwar für sein ganzes Leben, zu bieten. Dazu wäre es durchaus von Vorteil für gewisse Situationen, z. B. das Alleinlassen des Hundes, den Transport des Hundes im Pkw oder für die ein oder andere unvorhersehbare Situation im Leben des Hundehalters einen Alternativplan zu haben.

Kurz gesagt, wer willens und in der Lage ist einem tschechoslowakischen Wolfhund ein schönes Leben zu bereiten und dazu auch bereits ist selbst Kompromisse einzugehen, ist gern bei uns gesehen und kann sich gern als Interessent vorstellen. Wenn zusätzlich ein gewisses Maß an schwarzem Humor vorhanden ist, sollte einem zufriedenen gemeinsamen Leben nichts im Wege stehen.

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